Testbericht Tesla Model 3

29.07.2018

So, nun stehe ich davor, vor dem ersten und einzigen Tesla Model 3 in Österreich, gefallen hat er mir auf den Fotos nie, doch jetzt, in Natura kann ich nur sagen, er sieht bei weitem Besser aus als auf den Fotos, und so würde ich Ihn mir auch kaufen.

Das öffnen ist etwas anders als man es von Tesla gewohnt ist, es ist auch anders als man es allgemein gewohnt ist, man hat keinen Schlüssel mit knöpfen, sondern nur eine RFID-Karte, (da es sich hierbei um ein US-Modell handelt funktioniert die "echte" Methode zum Öffnen, nämlich über die Handy-App nicht, die RFID sollte rein nur als BackUp sein.)

Karte an die B-Säule gehalten und er öffnet sich mit dem Typischen "bling" im Innenraum, die Türgriffe werden manuell mit der Hand betätigt um die Türe dann elektrisch zu öffnen ;)
Im Innenraum ist nichts, wirklich nichts, nur in der Mitte ein großes Tablet wie man es von Tesla gewohnt ist, hinter dem Lenkrad starrt man in den Lüftungsschlitz, mehr ist hier nicht, ein ganz anderes Gefühl.

mit einem Tritt auf die Bremse ertönt das Typische Tesla Bling-bling und der Wagen ist "gestartet", Drive mittels Hebel eingelegt und das Model 3 schleicht auf leisen Sohlen weg, die Beschleunigung ist wie man es von Tesla kennt mehr als ausreichend, und man lässt damit auch jeden noch so getunten BMW stehen.

Das Fahrverhalten ist nicht anders als wie beim Model S, man merkt nur die angenehmen Maße, und man fühlt sich wie in einem Auto und nicht wie in einem Schlachtschiff. ;)

Das Display ist meines Erachtens etwa 4-5cm zu nah und so muss man doch den Kopf etwas drehen um die Geschwindigkeit im Auge zu behalten, aber das sind eben Kleinigkeiten. So kann ich am dem Auto nichts aussetzen, die Verarbeitung ist echt gut, ab und an etwas unterschiedliche Spaltmaße, die aber kaum auffallen und besser als so manches S oder X sind.
Einzig am Dach haben sie etwas gepfuscht, hier sind die 2 Glasflächen etwas verrutscht.

Nun aber zum Autopiloten, dieser wird über den Gang- Wahlhebel hinter dem Lenkrad durch 2maliges nach unten drücken aktiviert, und ich muss ganz ehrlich sagen, er ist echt gut, meines Erachtens sogar besser als die erste Version, er hielt sogar die Spur als die Fahrbahnmarkierungen verschwunden sind und ich kein Auto vor mir hatte.

Eines ist mir aber nicht klar gewesen, manche Kurven meisterte er ohne Probleme, und ich spürte direkt den Druck am Lenkrad, bei manchen Kurven wurde der AP deaktiviert, weil ich nur leicht in die Kurve gelenkt habe, dies ist wahrscheinlich situationsbedingt, je sicherer er ist, desto stärker muss man gegenlenken um den AP zu deaktivieren.

Auch der Verbrauch lässt sich sehen, ich bin fast einen kompletten Akku ausgefahren und mein Schnitt lag bei 119Wh/km, hier auf dem Foto die Fahrt nach einer kurzen Ladung mit etwas weniger.

Das Model 3 hatte über 10.000km am Tacho und der Gesamtschnitt war 164Wh/km und hier sind definitiv einige Sprits dabei, auch bei mir waren es 5-6 Sprits von 0auf 100km/h und das finde ich einen beeindruckenden Wert,

Die Reichweite zeigte im Vollen Zustand 500km an, und dieser Wert ist nicht gelogen, trotz meine Sprints bewegte sich die Reichweite nicht mehr als 15km unter 500km Gesamtreichweite, und da ist mehr als Altagstauglich.
einziger Wermutstropfen hierbei handelt es sich um die Long Range Variante, die nicht für 35.000,-€ zu uns kommen wird, die Standard Range wird vermutlich um die 350km Reichweite haben, obwohl das auch schon mehr als genug sind.

Der Kofferraum ist groß genug um auch viel Gepäck zu transportieren, einzig die Ladeluke ist etwas gewöhnungsbedürftig, das liegt aber eher daran da wir Kombis gewohnt sind, und selten Limousinen fahren.
Trotz alldem finde ich die Luke groß genug, und auch größer als die Standardgröße bei Limousinen.

Zusätzlich zu den kleinen aber feinen Futures die Tesla so zu bieten hat, fand ich es genial wenn man Mittelkonsole etwas "unsanft" schließt kam die Meldung "Close console lid gently"

Zu guter Letzt kam bei mir wieder der Techniker zum Vorschein, und ich begab mich auf die Suche nach den First Respondier Loops
wovon sich bei Tesla einen im Frunk und die andere im Heckbereich (Beifahrerseite C Säule) befindet.

Fazit:

Das Tesla Model 3 ist meines Erachtens eines der besten Tesla die ich je gefahren bin, zwar ist es in manchen Dingen kein Vergleich zum Model S, aber die Verarbeitung ist echt top, es gab kaum störende Spaltmaße, keine Störenden Windgeräuschen und auch gequietsche der Sitze, ab und an bei sehr starken Unebenheiten kam aus der Mittelkonsole ein leises Knarzen, was aber vernachlässigbar ist.


Zu guter Letzt bedanke ich mich bei der Firma G-Electric aus Theresienfeld die mir die Möglichkeit für die Probefahrt gegeben hat.